Rezension
Man staunt bei diesem Trio, das auf diesem Album wieder ganz ohne Gäste arbeitet, doch immer wieder, wie viele Ideen zwischen zeitgenössischem Jazz, Prog- und Post Rock man in einen einzigen Track packen kann, ohne daß der in irgendeiner Form überladen oder auch nur unaufgeräumt wirken würde. Allein über den einleitenden Titeltrack von Markus Öström, fast zehn Minuten lang und an jeder Ecke mit einer neuen Wendung überraschend, ließen sich Seiten der Analyse füllen. In den meisten der folgenden Tracks (Ausnahme: Dan Berglunds treibendes "Undercover Lover") zeigt das Allstar-Trio sich dann überwiegend von seiner lyrischeren, entspannteren Seite – was aber nicht gleichbedeutend mit "weniger anspruchsvoll" ist: Rymden-Musik verlangt immer konzentriertes Zuhören. Die Meßlatte für Klaviertrio-Jazz 2026 hängt genau hier. (2026)




