Rezension
Wäre das eine Idee der Plattenfirma ohne Rücksprache mit dem Künstler, man wäre wohl außer sich. Aber es steckt ja Neil Young selbst dahinter! Und natürlich ist da ein Konzept, das über das scheinbar so unpassende regenbogenfarbene neue Artwork für sein doch düsterstes, traurigstes Album hinausgeht. Denn die sechs Bonus-Titel, auch die "neue" Version (sie stammt aus den Albumsessions) von "Lookout Joe" – sie bringen Licht in das Album, rückwirkend auch in den sonst unveränderten ersten Teil. Es ist eine seltsame Erfahrung, und diejenigen, denen das Album heilig ist eben für seinen kathartischen Charakter, werden daran zu kauen haben (oder diese Neufassung einfach rundheraus ablehnen). Dennoch, vom Tisch wischen läßt es sich nicht, nun, da es einmal da ist. Und ein schlechteres Album ist es durch den Eingriff nicht unbedingt geworden. Ein anderes schon. (2025, rec. 1973)






