Rezension
Was sind das eigentlich: Lieder? Geschichten? Surreale Mini-Opern? Verschlungene (aber eingängige) Melodien, seltsam unwirklich wirkende Arrangements (dabei ist es doch ein ganz normales Klavier, das da im Zentrum steht), Hardings oft wie beiläufig wirkender Vortrag, und eigentlich gehören ja auch noch ihre merkwürdigen Tanzbewegungen dazu, aber die sieht man auf der Platte ja nicht (man kann sie aber leicht imaginieren): Der Hardingsche Pop-Kosmos bleibt auch auf dem fünften Album ein schwer zu fassender Ort. Das Erstaunlichste daran, mehr denn je: Daß diese Songs (einigen wir uns der Einfachheit halber darauf) bei aller Weirdness absolut präzise geschrieben und performt sind. Man kann Hardings Musik, wenn man will, durchaus psychedelisch nennen, aber das damit verbundene mäandern oder gar ausfransen findet nicht statt. Produziert hat das Album wie schon die drei Vorgänger John Parish. Seelenverwandtschaft, vermutlich. (2026)






