Rezension
Der Headliner auf dem Frankfurter Jazz Festival an jenem 2. Juni 1991 war eigentlich Albert Collins; der Mr. Big-Gitarrist war als Gaststar geladen, der ein paar Soli beitragen sollte. Doch die Blues-Legende mußte krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Gilbert wurde gefragt, ob er irgendwie einspringen könne – und der organisierte schnell zwei Mitmusiker, namentlich den deutschen Bassisten Horst Polland und Ten Years After-Drummer Ric Lee. Mit denen probte er schnell eine Handvoll Jimi-Hendrix-Songs, da diese ideal waren für lange Soli und für ein breiteres Programm schlicht keine Zeit mehr war. Und für ein Jazzfestival bietet sich Musik mit hohem Improvisationsanteil ja auch an. Am Ende stand eine grandiose Show, nicht nur voller glänzender Gitarrenmomente: Auch als Sänger machte Gilbert an diesem Abend eine hervorragende Figur! – Erstmals seit der Originalpressung auf Vinyl (violett). (1991/2026)






