Rezension
Menschen können, so Terri Lyne Carrington, Botschaften besser verarbeiten, wenn sie ebenso sanft wie kraftvoll transportiert werden. Die vielfach eher unbequemen Botschaften dieses Albums, dessen 13 Songs den Zustand der Gesellschaft und der Umwelt verhandeln, werden in der Tat ausgesprochen smooth, aber mit größter Autorität kommuniziert – mit den Stimmen von etwa Lizz Wright, Ledisi, Arooj Aftab, Michael Mayo, Miki Howard, Fatoumata Diawara, Imani Rousselle und Moor Mother, vor allem aber mit den federnden Grooves der 60jährigen Schlagzeugerin und Komponistin. Musikalisch unterstützt wird sie u.a. von Brandee Younger, Marc Ribot, Larry Goldings und Simon Moullier. Selten hat man wohl komplexere Protestsongs gehört, selten auch solche, die dabei so weich und unwiderstehlich fließen. (2026)






