Rezension
Schwierige Zeiten, keine Frage. Auf seinem siebten Album besingt James Blake sie überraschend empathisch und bietet all jenen, die sich nicht darin zurechtfinden, ein Licht an ("Can I offer you a little piece of light in these trying times?"), und man nimmt es gerne. Denn mag man sich auch mittlerweile daran gewöhnt haben – James Blake vermählt die (elektronische) Gegenwart des Pop immer noch auf ziemlich einzigartige Weise mit seiner Tradition, und wenn auf diesem Album Samples von Dusty Springfield und dem späten Leonard Cohen vorkommen, so ist das auch ein klares Statement und Bekenntnis. Dies ist übrigens Blakes erstes vollständig selbst produziertes und verlegtes Album, das erste auf seinem neuen Eigenlabel Good Boy. Er sagt selbst, er habe noch nie so viel Freude im Studio gehabt. Kann man diesen so warmherzigen wie melodieseligen (und wie immer natürlich wunderbar gesungenen) Songs durchaus anhören. (2026)





