Rezension
Die Erwartungen nach dem Meisterwerk "Garra" waren ins Unermeßliche gestiegen; Valle begegnete ihnen mit einem Album, das ganz anders war alles Bisherige in seiner bereits eine knappe Dekade umfassenden Diskographie. "Vento Sul" schrieb er gemeinsam mit seinem Bruder Paulo Sérgio im damals abgelegenen, bei Hippies beliebten Küstenstädtchen Buzios, es waren verträumte, leicht surrealistische Songs zwischen Baroque Pop, Psychedelia und Samba, das Album klang ein bißchen so, als habe Brian Wilson sein gescheitertes "Smile"-Projekt nun mit brasilianischen Musikern verwirklicht. Bei den heimischen Kritikern und Fans stieß es zunächst auf Ablehnung, längst jedoch gilt es in Brasilien wie dem Rest der Welt als eine der größten und visionärsten Leistungen dieses großen Musikers. (1972/2026)






