Rezension
Der Titel mag anderes ahnen lassen, und der Titelsong "Violence Insane" ist vermutlich wirklich der düsterte Song, der je aus dem Queen-Universum kam, aber das siebte Soloalbum des Drummers hat eigentlich eine positive Botschaft. Es beginnt auch entsprechend mit "A Beautiful World" – eine starke Hymne, mitgetragen von dem südafrikanischen Ndlovu Youth Choir, auf den Taylor durch dessen Coverversion von "Bohemian Rhapsody" aufmerksam geworden war und den er unbedingt auf seinem nächsten Album dabeihaben wollte (auf drei Songs wirkt er nun mit). "Violence Insane" ist dann der extreme Kontrast dazu, und Kontraste gibt es reichlich auf diesem Album: Hier etwa das böse Social Media-Bashing "Don't Photograph Food", dort ein allerliebstes (und sehr gelungenes) Cover von "Jealous Guy", das Taylor immer schon mal singen wollte – mit 76 muß man's dann irgendwann mal machen, bevor die Stimme ganz weg ist. Unterm Strich steht die Botschaft, daß unser Planet und unsere Existenz darauf eigentlich ziemlich großartig sind – und daß es an uns liegt, das Beste daraus zu machen. Verpackt in beeindruckend starke Songs. (2026)




