Rezension
Zwei wesentliche (in Europa sträflich ignorierte) Beiträge zur Violinliteratur des 20. Jahrhunderts. Uraufgeführt wurde Rózsas Violinkonzert im Jahre 1956 vom Widmungsträger: Jascha Heifetz. Das Werk ist hochdramatisch und voller unerwarteter Wendungen, gleichzeitig monumental und äußerst virtuos – wie man es vom Schöpfer solch legendärer Filmscores wie denen zu "Ben Hur" oder "Quo Vadis" erwarten darf. Besonders faszinierend (und nicht nur für Heifetz-Fanatiker): Der Jahrhundertgeiger scheint hier in einigen Momenten von seiner sprichwörtlichen aristokratischen Eleganz abzuweichen und sich von der Musik (zu der er während ihrer Entstehung selbst einiges an Ideen beigesteuert hatte) wirklich mitreißen zu lassen! – Bernie Grundman masterte diese 45 UPM-Ausgabe. (1964/2026)






