Max Bruch

Violinkonzert Nr. 1

Weitere Werke:  Henryk Wieniawsky: Violinkonzert Nr. 2
Weitere Interpreten:  Mischa Elman, Violine / London Philharmonic Orchestra, Dirigent: Sir Adrian Boult
Label/AN:  Analogphonic / Decca, LP43122
Format:  LP 180g

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Rezension

Natürlich begeistert auch das Bruch-Konzert, soviele Einspielungen man davon auch schon besitzen mag: Eine derart authentisch-romantische Aufnahme ist vermutlich nicht dabei. Die leichten Schwankungen im Tempo, den schwelgerischen Ton erlaubten sich die nach der Jahrhundertwende (Elman ist Jahrgang 1891) geborenen Violinisten schon nicht mehr. Insbesondere das Adagio zählt sicherlich zu den bewegendsten Aufnahmen überhaupt. Dennoch ist das Hauptwerk dieser LP das zweite Violinkonzert des polnischen Virtuosen-Komponisten Jenry Wieniawsky: Es war dieses Werk, das der damals elfjährige Elman dem großen russischen Violinlehrer Leopold Auer vorgespielt hatte, der dem Jungen daraufhin tief ergriffen den Zugang zum Leningrader Konservatorium ermöglichte. Wie das damals klang, können wir nur ahnen – doch auch das, was der reife Elman ein halbes Jahrhundert später damit machte, ist reine Magie – insbesondere auch hier im langsamen Mittelsatz (“Romanze”), der dem Solisten große Freiheiten zur Gestaltung läßt. Elman wußte sie zu nutzen, wie es vielleicht nur ein Kind des 19. Jahrhunderts konnte. (ca. 1955/2019)