Rezension
Zur Zeit der Jahrtausendwende war der Begriff "R'n'B" längst zum Synonym für bedeutungslosen Weichspül-Dance-Pop verkommen. Da kam ein junger Mann mit einer Stimme (und einem Körper) wie vom Himmel gesandt und rehabilitierte die Gattung, erst mit seinem 1995er Debüt (da war er gerade 20!), dann fünf Jahre später mit einem noch größeren Wurf. Die Stimme, das Songwriting, die Grooves – alles schlicht perfekt, unangreifbar, mit soviel Substanz wie Seele und Sex. Vielleicht das größte Meisterwerk der Gattung seit Marvin Gayes "What's Going On". Daß dieses Jahrhunderttalent nur drei Alben hinterließ und im Oktober 2025 viel zu früh verstarb, ist ein elender Verlust für die Musik, nicht nur den Soul. – Limitierte Neuausgabe, braunes Vinyl. (2000/2026)




