Rezension
Eigentlich sollte es einem beim sechsten Album ja nicht mehr überraschen, aber der aus der Zeit gefallene, an Scott Walker und Serge Gainsbourg geschulte Orchester-Pop des frankophilen Briten übertrifft auch diesmal die Erwartungen: Die schwelgerischen, doch niemals auch nur ansatzweise zu üppigen Arrangements und das exquisite Songwriting müssen einfach begeistern, Jeremiahs für diese Art Pop wie geschaffene Stimme tut ein Übriges. Ein ganz besonderes Glanzlicht ist der Titelsong (wobei der an siebter Stelle kommt, wenn man längst kein Argument für das Album mehr braucht): Das Solo, das Till Brönner – die beiden hatten sich vor Jahren während einer Arte-TV-Produktion kennengelernt – da bläst, darf man getrost zu den größten Momenten in dessen Diskographie zählen. Es war ein "First Take" – einer dieser magischen Musik-Momente, die sich nicht reproduzieren lassen… (2025)






