Rezension
Das 14köpfige Ensemble (plus Leiter Ozzy Moysey) ist mehr ein Kammerorchester als eine Bigband; es gibt vier Streicher und drei Holzbläser, eine Harfe, Klavier, freilich auch Kontrabass und Schlagzeug, Vibraphon und mit Matt Carmichael auch einen zweiten Saxophonisten (Tenor). Nicht alle Musiker haben einen Jazz-Hintergrund, einige (wie Bassist Sam Quintana) kommen eher vom Folk, und irgendwo zwischen den drei Eckpfeilern Jazz, Folk und Klassik ist die Musik dieses dritten Albums der britischen Altsaxophonistin und Komponistin Jasmine Myra dann auch zu verorten. Es enthält sehr lyrische Musik, dabei aber auch sehr vielschichtige, und eingespielt wurde es komplett live im Studio, trotz der komplexen Arrangements: Myra war es wichtig, daß alle Musiker im selben Raum waren, der Energie des gemeinsamen Spielens wegen. Man spürt das durchaus auch. Ein Album von großer Schönheit, dabei schwer bis gar nicht einzuordnen. Wer Platten des Penguin Cafe Orchestra besitzt: Diese darf man gerne danebenstellen. (2026)






