Rezension
Kennen kann man den Namen durchaus: Nach dem seine Versuche mit eigener Diskographie –sowohl mit Band wie solo – nicht funktionierten, wurde Wil Malone Arrangeur und Produzent und arbeitete im Laufe der Jahrzehnte für etliche der größten Namen im Geschäft, etwa The Who, Black Sabbath, Iron Maiden, Depeche Mode, The Verve oder Massive Attack. Das sein 1970 erschienenes Solo-Album (immerhin auf dem Major-Label Fontana!) damals keinerlei Widerhall fand, ist schwer zu begreifen, denn es handelt sich um eine Psychedelic-Folk-Pretiose erlesenster Art, eng verwandt mit den ersten beiden Nick Drake-Alben oder den Meisterwerken des Amerikaners David Ackles. Die freilich damals auch vom breiteren Publikum weitgehend ignoriert wurden. Malone unterscheidet sich insofern, als daß er niemanden brauchte, um seine Songs in zauberhafte Arrangements (mit etwa Oboe, Cello, Flöte und Euphonium) zu kleiden, das konnte er selbst; und auch seine harmonische Phantasie verrät die klassische Grundausbildung. Für einigermaßen gut erhaltene Originale sind heute gut 3.000 Euro fällig… – Neupressung der 2010er Wiederauflage, gelbes Vinyl. (1970/2010, Pressung 2025)






