The Shins

Wincing The Night Away

Label/AN:  Sub Pop, SP705
Format:  LP

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Rezension

Eine Band, die tatsächlich nur aus Musik zu bestehen scheint: Weiß irgendjemand etwas über das Privatleben James Mercers? Oder eines seiner Kollegen? Gab es irgendwelche Meldungen in der musikalischen Regenbogenpresse? Dennoch, und obwohl sich das Quartett aus Albuquerque für den Nachfolger des zu Recht umjubelten „Chutes To Narrow“ mehr als drei Jahre Zeit genommen hat, spitzen alle die Ohren, wenn das neue Album angekündigt wird. Denn besagtes 2003er-Opus war ein Überraschungshit, der The Shins fast über Nacht zu einem der wichtigsten Zugpferde des ehrwürdigen Sub Pop-Labels gemacht hat, eine Band, auf die sich alle einigen konnten und die abseits von jedem Hype einfach phantastische Musik machte. Und die sich dann einfach wieder zurückzieht, anstatt die Gunst der Stunde (und der Presse) zu nutzen: Drei Jahre sind eine lange Zeit im Popgeschäft, insbesondere dann, wenn man gerade erst den Durchbruch geschafft hat. Doch hat die Besonnenheit sich gelohnt: Die Band hat ihre perfekte Mischung aus 60’s- und Indie-Pop noch weiter verfeinert, hat einen ganz eigenen Sound daraus entwickelt. Einen volllommen von Zeitströmungen losgelösten Entwuf von Popmusik, die ebenso aufregend wie eingängig ist. Die Instrumentierung ist raffinierter geworden (und abwechslungsreicher), das ganze Klangbild von immer wieder verblüffender Ausgewogenheit (letzteres ist wohl auch dem Tonmeisterveteran Joe Chiccarelli zu verdanken, auf dessen Fähigkeiten sich auch schon Beck oder U2 verlassen haben). Und Mercers Songs sind besser denn je: Spätestens beim zweiten Hören ist man auch dieser Shins-LP verfallen. Für lange Zeit. Das ist auch gut so, denn wer weiß schon, wann die nächste kommt… (2006)