Rezension
Nach neun Jahren hatte man schon fast nicht mehr auf eine Fortsetzung der Diskographie gehofft, aber Noura Mint Seymali kehrt nun endlich zurück, und mit Macht. Ihr nunmehr drittes Album für das Glitterbeat-Label strahlt eine immense Energie aus, und die Verschmelzung aus mauretanischer Griot-Tradition hier, westlicher Psychedelia und Alternative Rock dort gelingt spannender denn je. Seymalis wichtigster musikalischer Partner und Ehemann Jeiche Ould Chighaly bestätigt sich abermals als Hendrix Westafrikas, Technik wie Innovation und Inspiration betreffend; das Rhythmus-Duo aus Bassist Ousmane Touré und Drummer Matthew Tinari (der auch koproduzierte) spielt so tight, wie man es sonst primär vom Rock härterer Gangart kennt – nur wesentlich originellere Rhythmen. "Yenbett" heißt übrigens soviel wie "es wächst": Kann man für Seymalis Musik getrost unterschreiben. (2025)




