Rezension
Es ist ein Balance-Akt: Ein Jazz-Konzept, das ein Pop-Publikum mit ins Boot holen soll, das zudem weniger aufwühlend als vielmehr beruhigend, tröstend wirken soll. Das geht dann schnell ins Banale, Austauschbare. Hintergrundmusik für Wartezimmer. Daß wir es damit hier nicht zu tun haben, läßt ein Blick auf die Besetzungsliste vermuten: Der Trompeter versammelte diesmal internationale Spitzenmusiker um sich. Den Platz am Klavier nimmt Aaron Parks ein, am Kontrabass die Australierin Linda May Han Oh, Gregory Hutchinson spielt Schlagzeug. Das sind Leute, die keine Fahrstuhlmusik machen. Und so gelingt das Kunststück hier: Melodiöse, zugängliche, dabei ausgesprochen positive Musik, der man aufmerksam zuhören kann und sollte – denn man wird dabei auf eine Menge erstaunlicher Details stoßen. (2026)






