Rezension
Ein Cover-Album, aber, natürlich (wir sind bei Tori Amos), eines mit Botschaft. Die zwölf Songs haben nur die eine Gemeinsamkeit: Sie stammen von Männern, und Amos interpretiert sie aus weiblicher Perspektive, wofür sie verschiedene Identitäten annimmt. Grandios gelang ihr die Umdeutung etwa bei Eminems "'97 Bonnie & Clyde" oder Slayers "Raining Blood"; an anderen ("Happyness is A Warm Gun" oder "Heart Of Gold" scheiden sich bis heute die Geister. Ansonsten reicht das Spektrum von Velvet Underground über u.a. The Stranglers und 10cc bis Depeche Mode – nicht bei allen erschließt sich Amos' Intention. Passend zum Konzept gab es die CD weiland mit fünf verschiedenen Covern, jeweils mit einem Portrait von Amos, höchst unterschiedlich geschminkt vom bald darauf verstorbenen amerikanischen Make Up-Künstler Kevyn Aucoin. Auch von dieser überfälligen Vinylausgabe gibt es die entsprechenden Varianten, allerdings nur gegen Aufpreis, und Fanabzocke war es m.E. schon damals. Hier gelistet ist daher nur die Normalversion. (2001/2026)






