Rezension
Vom Prinzip her hat Allmusic-Autor Sean Westergaard schon recht, wenn er schreibt, daß dies eigentlich kein Pharoah Sanders-Album ist, sondern ein Bill Laswell-Album, auf dem Pharoah Sanders spielt. Das mach aber nichts, denn erstens ist es ein fabelhaftes Bill Laswell-Album, zweitens spielt Sanders beseelt und ist hörbar von Laswells Konzept überzeugt. Der Produzent und Multiinstrumentalist (hier: Bass, Keyboards, Flöte) baute das Album auf Aufnahmen von Herztönen auf, aus denen (oft unmerklich) ein Reggae/Dub-Groove wird; zur Besetzung zählen außerdem Trilok Gurtu, Keyboarder Jeff Bova (dessen Namen man sonst eher auf Produktionen von Pop-Superstars liest), der Gitarrist und regelmäßige Laswell-Partner Nicky Skopelitis und Kornettist Graham Haynes. Ein so faszinierendes wie ungewöhnliches Werk in der Diskographie des Avantgarde-Veteranen, der hier einmal mehr seine Offenheit gegenüber neuen Einflüssen und Strömungen unter Beweis stellte…– Dies ist die erste offizielle Vinylausgabe! (2003/2026)






