Rezension
Lachen, um nicht zu weinen: Angesichts seines selbstverschuldeten desaströsen Gesundheitszustands blieb dem Endvierziger Lester Young (und seinen Freunden) kaum etwas anderes übrig. Doch sein Spiel war, an guten Tagen zumindest, unberührt von seinem physischen Niedergang. Sein vorletztes Album (ein Jahr später sollte sein Alkoholkonsum seinen Tribut einfordern) spielte er mit zwei alten Freunden ein, den Trompetern Roy Eldridge und Harry "Sweets" Edison, ebenfalls Veteranen der Swing-Ära, und einer exzellenten Rhythmussektion aus Hank Jones, Jim Hall, George Duvivier und Mickey Sheen. Man muß dieses Album schon allein für die beiden Titel haben, auf den "Pres" Klarinette spielt: Was er auf "They Can't Take That Away From Me" tut, zählt sicherlich zu den schönsten, berührendsten Momenten seiner ganzen Diskographie. – HQ-Reissue, gemastert von Ryan K. Smith. (1958/2026)






