Rezension
Heute sind Aufnahmen mit toten Sängern beinahe an der Tagesordnung (so sich jemand Gewinn davon verspricht), damals war "Made In Heaven" sehr umstritten: Mehr als drei Jahre nach Freddie Mercurys AIDS-Tod machten die drei hinterbliebenen Band-Mitglieder doch noch ein Queen-Album aus dessen letzten aufgenommenen Gesangsspuren. Das fühlte sich damals nicht eben pietätvoll an, doch letztlich: Dafür hatte Mercury die Aufnahmen gemacht, und wenn auch in den Texten das Wissen um das unmittelbar bevorstehende Ende mitschwingt, so gab sich der Sänger ungebrochen kraftvoll und klang authentischer denn je. Ein würdiger Nachlass, an dem der Vorwurf der kommerziell motivierten Resteverwertung letztlich doch abprallen muß. – Der über 20minütige Ambient-Hidden Track der damaligen CD-Ausgabe ist auch auf der Sony-Neupressung enthalten (1995/2026)






