Rezension
Nach 20 Dienstjahren und einem Dutzend vorangegangener Alben bleibt die Anarcho-Combo um James Petralli immer noch unberechenbar – sie klingt sogar abenteuerlustiger denn je. "13" beschwört immer wieder das Bild eines Kindes, das in einem Chemielabor experimentiert, ohne jede Angst, daß ihm beim Zusammenschütten diverser Substanzen irgendetwas um die Ohren fliegen könnte. Bei den Versuchen mit u.a. Garagenrock, Psychedelia, Funk, Country und Progressive (das ist bei weitem nicht alles, was hier in die Erlenmeyerkolben geschüttet wird) kommt es immer wieder zu Mischungsverhältnissen, die ausgesprochen exotherm reagieren. Es ist das Erbe der Mothers Of Invention, das hier weitergeführt wird, wobei White Denim dem noch eine satte Portion Grooves von Soul über Disco bis Reggae hinzufügen. Und Zappas Frage, ob Humor und Musik zusammengehören, muß man Petralli wohl gar nicht erst stellen… (2026)





