Rezension
Eigentlich singt die gebürtige Kubanerin (2007 wanderte ihre Familie nach Spanien aus) nicht in vier, sondern in fünf Sprachen: Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Englisch – und Cello. Denn nicht nur in der eröffnenden "Habanera" läßt Ana Carla Maza ihr Instrument ganz die Rolle der Sängerin einnehmen. Welche Stimme die schönere ist, ist kaum entscheidbar. Der Titel ihres fünften Albums bezieht sich auf das direkt am Meer gelegene Viertel von Havanna, in welchem Maza aufwuchs, die neun Stücke sind eine Hommage an ihre Heimat – mal melancholisch, mal strahlend. Neben Son und Rumba kommen auch weitere Lateinamerikanische Stile und Rhythmen vor, Cumbia, Bachata, Bolero, Tango, Samba. Neben einer Liebeserklärung an Mazas alte Heimat ist dieses Album aber (abermals) vor allem eines: Traumhaft schön! (2026)




