Rezension
Seit nunmehr acht Alben haben der norwegische Pianist und seine beiden seit der Gründung des Ensembles im Jahre 2007 konstanten Partner Lars Tormod Jenset und Andreas Bye an Bass bzw. Schlagzeug sich einen festen Platz unter den aktuellen Klaviertrios erspielt, auf Augenhöhe etwa mit den Bands von Martin Tingvall, Emil Brandqvist oder Helge Lien. Die letzten beiden Alben entstanden in Quartettbesetzung (mit dem britischen Saxophonisten Andy Shepherd); diesmal konzentrieren die drei Kernmusiker sich wieder ganz auf sich selbst – was im Falle dieses Trios bedeutet, daß Eriksens wunderbares Talent für scheinbar ganz simple Melodien und die möglichst minimalistischen Texturen wieder ganz im Fokus stehen. Doch bei aller Schlichtheit: Dies ist großer Kammer-Jazz, nicht nur wunderbar lyrisch, sondern auch geprägt durch ein herrlich ineinander verzahntes Ensemblespiel (exemplarisch zu erleben in der Schlußnummer "The Atlantic"), das bei aller Geschlossenheit der Musik stets sehr viel Raum zum Atmen läßt. Die hohe Kunst der nicht gespielten Noten kann man selten in solcher Reinheit erfahren. (2026)






