Rezension
"Akokán" ist ein Wort aus der Yoruba-Sprache, es bedeutet etwa "von Herzen" oder "mit Seele". Das westafrikanische Idiom ist auch die Sprache der Santería, der wichtigsten Religion der afroamerikanischen Bevölkerung auf Kuba. Das zwölfköpfige Ensemble, das sich diesen Namen gab, besteht aus Exil-Kubanern, und ihre Musik ist eine reine Liebeserklärung an ihre Traditionen – wobei das Orquestra auch keine Berührungsängste gegenüber anderen lateinamerikanischen Strömungen hat: Mambo, Salsa, Rhumba, Boogaloo, Cha-Cha-Cha, und obendrauf noch eine gute Portion Soul und Jazz! Die Stimmen (Carolina Oliveros, Miriam Elhajli und Kiko Ruíz wechseln sich ab am Mikrophon) haben es sicher nicht leicht, sich gegen die mächtige Bläserphalanx (drei Saxophone, zwei Trompeten, eine Posaune) durchzusetzen – machen sie aber souverän. Der Groove, die Energie sind unwiderstehlich. Mit das Beste, was man seit Buena Vista aus diesem Bereich gehört hat! (2026)






