Rezension
Auf gut 30 Platten ist Shaws Saxophonspiel bereits zu hören, u.a. solchen von L.A.-Szene-Guru Carlos Niño, mit dem er eng befreundet ist. Niño produzierte nun auch Shaws überfälliges Debüt und schrieb die herrlichen Arrangements (neben dem Jazz-Basisinstrumentarium kommen u.a. auch Harfe und Cello darin vor). Ein Debüt, das ähnlich den Alben seines früheren Kommilitonen Kamasi Washington den Deep Jazz der Jahre um 1970 mit der Gegenwart verbindet; Shaw ist aber der emotionalere, vermutlich spirituellere Musiker. Man kann gar nicht anders, als ihm zuzuhören, gleich ob er Saxophon, Alt-Flöte oder Bassklarinette spielt und ob die Begleitung orchestral ist oder nur vom Klavier kommt. Es gibt ja Platten, die packen einen beim ersten Ton: Das ist eine davon… (2026)






