Rezension
Das war nicht nur eine unglaubliche Songwriting-Leistung eines Einzelnen, das öffnete der Popmusik im Jahr nach "Sgt. Pepper's" noch einmal ganz neue Türen. Für seinen zweiten Alleingang verabschiedete Morrison sich von sämtlichen Konventionen, lud ein paar ausgezeichnete Jazzmusiker ein (darunter Gitarrist Jay Berliner, von etlichen Mingus-Meilensteinen bekannt; den genialen Bassisten Richard Davis und Modern Jazz Quartet-Drummer Connie Kay!) und ein Streichquartett dazu und nahm eine Platte auf, die mit nichts auf der Welt vergleichbar und keinem Genre wirklich zuzurechnen war; eine Platte, die heute noch in wohl allen seriösen Publikationen zu den besten aller Zeiten gezählt wird. Natürlich machte Morrison noch manch ausgezeichnetes Album danach (von den folgenden drei ist schon mal im Grunde keines verzichtbar), der hier zu hörende und bestaunende Moment der Inspiration ist jedoch einzigartig – eine der großen Sternstunden der Musik des vergangenen Jahrhunderts. Nun kann man die fabelhaften Arrangements endlich auf 45 Touren genießen, eigentlich längst überfällig! – Vom Originalband gemastert von Matthew Lutthans. (1968/2026)






