Rezension
Ganz ohne Bass und Schlagzeug entwickelten die beiden Stars der französischen Jazz-Szene auf neun Duetten einen ganz eigenen Flow, verschmolzen dabei nicht nur die Musette-Tradition mit modernem Jazz (und gelegentlich noch ein paar ganz anderen Elementen, arabischen etwa), sondern auch den Klang ihrer Instrumente, Sopran-Saxophon und Akkordeon. Das Album ist unter anderem auch eine Huldigung an Sidney Bechet, den Ahnherren des Sopransaxophons im Jazz, der, als er 1951 endgültig nach Paris zog, auch zu einer Symbolfigur für den französischen Jazz wurde. Vor allem aber zählt es sicherlich zu den schönsten Juwelen im ACT-Katalog; daß es damals nicht auf Vinyl erschien, war durchaus schmerzhaft. Nun ist es die zweite Veröffentlichung der audiophil-analogen "Past Is Present"-Reihe des Labels. (2014/2026)




