Rezension
Sopran-Saxophon, Flöte, elektrische Gitarre, Bass, Maracas, Tamburin: Phil Yost! Die amerikanische Westküste war Ende der 60er reich an merkwürdigen Figuren, der Multiinstrumentalist aus Santa Cruz zählt sicher zu den seltsamsten. Die genannten Instrumente beherrschte er allesamt perfekt, und er zog es vor, seine Alben (drei erschienen auf John Faheys Takoma-Label) komplett im Alleingang einzuspielen, wobei er nicht nur das Overdub-Verfahren nutzte, sondern auch ein Pionier der Loop-Technologie war. Jahrzehntelang so gut wie vergessen, werden Yosts so spannende wie visionäre Aufnahmen nun endlich wiederentdeckt; auf diese sorgfältig editierte Neuausgabe (mit achtseitigem Booklet!) des 1967er Debüts sollen weitere Veröffentlichungen folgen. Die hier zu hörende Mischung aus Jazz, Folk, Blues und Psychedelia ist jedenfalls so absolut einzigartig und originär wie hochspannend! (1967/2026)






