Rezension
Denkt man an die Pioniere des Fusion Jazz, so fallen einem vermutlich zuerst Namen wie Miles Davis, Tony Williams, John McLaughlin oder Weather Report ein. Der Name Brian Auger fällt da eher selten. Dabei steht sein Oblivion Express absolut auf Augenhöhe mit der US-Konkurrenz, und was er auf dessen Debüt mit der Besetzung Jim Mullen (Gitarre), Barry Dean (Bass) und Robbie McIntosh (Schlagzeug) schuf, war eine ziemlich sagenhafte Expedition in 1971 noch weitestgehend nicht kartographiertes Gebiet. Das elfeinhalbminütige "Total Eclipse" ist sicherlich einer der aufregendsten Tracks aus der Frühzeit der Gattung, aber man muß das Album als Ganzes Hören, um wirklich zu verstehen. Von der Virtuosen-Schau, für die schon bald vor allem Gitarristen das Genre nutzen sollten, ist hier übrigens noch nichts zu hören! (1971/2026)






