Rezension
Für drei Konzerte im Februar 1985 in seiner ursprünglichen Heimat Brooklyn stellte Weston eine fulminante Big Band zusammen, besetzt mit u.a. Johnny Coles, Al Grey, Harold Vick, Billy Harper, Cecil Payne und einer Rhythmusgruppe aus George Duvivier, Charlie Persip und zwei zusätzlichen Perkussionisten; die Leitung des Ensembles übernahm Westons langjährige musikalische Partnerin Melba Liston. Mit sagenhaftem Klangfarbenreichtum erforschte Weston in diesen Kompositionen die Wurzeln des Jazz, die afrikanischen Ursprünge, den Gospel, den Blues, stand dabei aber mit beiden Beinen in der Gegenwart. Die Konzerte wurden auch noch von einem Tanzensemble begleitet, es müssen echte Erlebnisse gewesen sein – der rein musikalische Part ist jedenfalls beeindruckend genug. Angesichts der exzellenten Klangqualität erscheint die lange Archiv-Zeit dieser Aufnahmen vollkommen unbegreiflich… (2026)






