Rezension
Island, es ist schon beinahe ein Klischee, wirkt inspirierend: Die Atmosphäre der Insel scheint insbesondere in Musikerseelen die Kreativität zu beflügeln. Das zweite Album des Quintetts um die Schweizer Akkordeon-Virtuosin Lea Gasser entstand dort, und ja, wahrscheinlich ist es noch besser und aufregender als das auch schon mit Fug und Recht gefeierte Debüt "L'Heure Bleu"! Allein Gassers Intro zu "Rain", dem mit über neun Minuten längsten Stück dieser LP: Wer so mit dem Akkordeon umgehen kann, braucht definitiv keinen Synthesizer! Wobei der Track nicht uninteressanter wird, wenn nach etwa fünf Minuten Saxophonist Samuel Urscheler die Führung übernimmt. Auf einigen Songs gastiert noch Sängerin Sybil Hofstetter und sorgt für eine Erweiterung des Klangkosmos'. Welcher sich auch diesmal als so originär wie außerordentlich spannend erweist… (2026)






