Rezension
Die späten 50er waren Sinatras größte Zeit. Vom Karrieretief nach seiner ersten Laufbahn als Balladensänger für Columbia Records hatte er sich erholt, die eigenen Dämonen mit dem düsteren, selbstfinanzierten Meisterwerk "In The Wee Small Hours" vertrieben und sich schon im Folgejahr (1955) mit den "Songs For Swingin' Lovers" zur ebenso unverwechsel- wie unerreichbaren 'Voice Of America' aufgeschwungen. Bis zum Ende des Jahrzehnts veröffentlichte Capitol noch ein sattes Dutzend Platten mit ihrem größten Star – von musikalisch exemplarischer Qualität sind sie alle, Sternstunden des Entertainment-Genres. "Come Fly With Me" ist eine der schönsten Zusammenstellungen von Swing-Klassikern aus dieser Zeit – das Album erreichte im Februar 1958 im Handumdrehen die Spitzenposition der Charts. The Voice arbeitete hier erstmals mit dem genialen Arrangeur Billy May zusammen und führte seine Hörer in 12 Songs einmal um die Welt: "Moonlight In Vermont", "Autumn In New York", "April In Paris", "London By Night", "It Happened In Monterey", "Brazil“, "Isle Of Capri", "Blue Hawaii". Das abschließende Fazit: "It's Nice To Go Trav'lin"! Mit einem solchen Piloten allemal. (1958/2025)






