Rezension
Zuletzt hatte die französische Songwriterin die Shows von Rufus Wainwright auf dem französischen Teil seiner Tour eröffnet, und daß jenem deren gleichermaßen intime wie emotional nahegehende Mischung aus Folk, Chanson und Jazz hervorragend gefiel, kann man sich nur allzu leicht vorstellen. Auch die Songs auf diesem neuen, labelüblich rein analogen Mini-Album sind, man kann es nicht anders sagen, unwiderstehlich. Und zwar in beiden Versionen, denn der Titel ist ja nicht zufällig gewählt: Drei der vier Songs (drei eigene, dazu Leonard Cohens "Bird On A Wire") gibt es in zwei Versionen. "The Battle Tango" und "What Was It" einmal ausarrangiert, mit bewährten LowSwing-Musikern wie Gitarrist Fridrik Bödvarsson, Amir Bresler und Kontrabassist Haggai Cohen-Milo sowie einem kleinen Streicherensemble; einmal reduziert auf Stimme und Bass – schwer bis unmöglich zu sagen, was besser ist… Beim Cohen-Song wechselt zudem die Sprache; die zweite Fassung singt Hary in ihrer Muttersprache. Und davon würde sich der frankophile Mensch gleich ein ganzes (Doppel)album wünschen… (2025)






