Rezension
Mit "His'n'Hers" hatten Pulp im Jahr zuvor ihr häßliches Entlein-Kostüm abgelegt und waren zum stolzen Schwan geworden: Jarvis Cocker hatte die Chance, die sich mit dem Brit Pop-Boom bot, erkannt und den Sound seiner seit über 15 Jahren dahindümpelnden Indie-Band gestrafft. Und 1995, während sich die Szene-Götter Blur und Oasis mit Schlamm bewarfen, ließ Cocker sein Meisterwerk folgen – ein makelloses Pop-Album, das alles Bisherige in den Schatten stellte. Pulp gewannen prompt den Titel als beste britische Band des Jahres, ein Mercury Prize folgte auch noch. Mit Recht: Vom Opener "Misshapes" an folgt Hit auf Hit, mit "Common People" und "Disco 2000" als Erste unter Gleichen. Vielleicht das Größte, was das Britpop-Jahrzehnt hervorbrachte, definitiv ist es unter den Top Five. (1995/2026)





