Little Jimmy Scott

Doesn't Love Mean More?

Label/AN:  Modern Harmonic, MH8314
Format:  LP

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Rezension

Jahrelang hatte der Ausnahme-Sänger, gefesselt von seinem Knebelvertrag mit dem Impresario Herman Lubinsky, sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten müssen, bis hinunter zum Fahrstuhlführer. Erst Ende der 80er konnte er seine Karriere wieder aufnehmen; es war vor allem sein Auftritt bei der Beerdigung seines guten Freundes, der Songwriting-Legende Doc Pomus, die seine einzigartige Stimme wieder ins Gespräch brachte. Die war im Übrigen hervorragend gealtert: Immer noch hell und klar, aber doch mit einer ganz leichten Patina überzogen. Unter eigener Regie (und auf eigenem Label, damals noch selten) nahm Scott mit dem Quartett The Jazz Expressions (Pianist Kenichi Shimazu, Saxophonist Alvin Flythe, Bassist Willard Greene und Drummer Brain Kirk) sein erstes Album seit 15 Jahren auf. Die Verkäufe waren zwar überschaubar, doch die begeisterten Kritiken sorgten immerhin dafür, daß eine der faszinierendsten Stimmen des Jazz im Jahr darauf wieder einen Major-Vertrag (bei Sire / Warner) unterschreiben konnte. Dieses Comeback ist bis heute eher ein Geheimtipp geblieben und unbedingt entdeckenswert – nicht nur wegen Scotts hervorragender Performance, sondern auch aufgrund der überragenden Band, der Scott aus gutem Grund auch ein paar Instrumental-Nummern einräumte! (1990/2026)

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