Sabine McCalla

Don't Call Me Baby

Label/AN:  Gar Hole Records, GRHL29
Format:  LP

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Rezension

Recht unmittelbar auf die erfreuliche Wiederveröffentlichung ihrer 2018er Debüt-EP folgt nun endlich das erste echte Album der Tochter haitianischer Einwanderer und Schwester des Carolina Chocolate Drops-Mitglied Leyla McCalla. Ein echter Gegenentwurf zu der extrem karg instrumentierten, in ihrer Reduziertheit an uralte Field Recordings erinnernde "Folk EP", doch nicht weniger originär und spannend. McCalla entwirft hier ihr eigenes Americana-Konzept, in dem eine ganze Menge musikalischer Traditionen Platz haben: Die afro-karibischen ebenso wie die süd- und mittelamerikanischen, natürlich auch die von den frühen Einwanderern mitgebrachten europäischen, zudem der Ur-Jazz aus New Orleans, die Tin Pan Alley-Ursprünge des Great American Songbook; Blues, Gospel, Soul und Rock'n'Roll natürlich auch. Frappierend dabei ist, daß das keineswegs wie ein stilistisches Verwirrspiel klingt, sondern (wiewohl diesmal auch durchaus vielfältig instrumentiert) ebenso klar strukturiert wie besagtes Debüt. Und ebenso voller Songs steckt, von denen man meint, sie müßten schon seit Jahrzehnten existieren – und die doch allesamt neu und von ihr selbst sind. Ein absolut meisterliches Album. McCalla scheint es nicht eilig zu haben mit ihrer Karriere, aber spätestens ab hier muß man sie zu den bedeutenden amerikanischen Songwriting-Größen zählen. Daß sie auch eine phantastische Sängerin ist, weiß man ja schon seit "Folk". – Endlich auf schwarzem Vinyl. (2025/2026)

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