Rezension
Vorsicht, Schlagzeugeralbum! Aber ein höchst originelles und unterhaltsames. Für sein 2024er Album "Love Avatar" war der Drummer (und Bruder des Pianisten Chris Gall) mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet. Jenes war ein Ensemble-Album – hier ist Peter Gall nun ganz allein zu hören; das Schlagzeug steht im Zentrum, dazu gibt es analoge Electronica von Vintage-Keyboards, ebenfalls von Gall eingespielt. Um hochvirtuoses Drumming geht es dabei prinzipiell nicht, sondern um das Miteinander von akustischen Trommeln und elektronischen Klängen, vor allem aber um "die Geschichte, die ein einfacher Groove erzählen kann" (Gall). Puristen mögen nun sagen, daß das, was man hier hört, mehr an klassischen Krautrock erinnert als daß es dem "üblichen" Jazzverständnis entsprechen würde. Mag sein. Ist aber egal. Denn das Album macht Spaß. Immer mehr, je tiefer man eintaucht. (2026)






