Rezension
Mit dem zweiten Album ist der Londoner Band um Sänger Zach Lawrence ein echtes Meisterstück gelungen! Kein besonders bequemes, zugegeben, auf die existenzphilosophischen Texte (gerne auch ziemlich bissig) muß man sich einlassen wollen, ebenso auf deren zunächst eckig, kantig und sperrig wirkende Inszenierung (zur Besetzung gehört mit Poppy Richler auch ein offenbar jazzerfahrener Saxophonist) – aber je länger man zuhört, desto mehr wird man feststellen, wie durchdacht das alles ist, wie hier alles zusammenpaßt. Und "alles" kann man durchaus wörtlich nehmen, Spurensucher werden hier eine Weile zu tun haben. In ihr Post Punk-Grundgerüst integrieren Deadletter nebenher die halbe Popgeschichte, von Psychedelia über Krautrock bis zum Avant-Rock von Pere Ubu. Klingt so aufregend wie es sich (hoffentlich) liest…! (2026)






