Rezension
Das Wort "Glimmerence" findet man nicht im Lexikon, die Sängerin, Komponistin und zweimalige Trägerin des deutschen Jazzpreises hat es selbst erfunden. Es bezeichne, sagt sie, einen "Zustand zwischen Liebe und Illusion", real und schön, doch auch ausgesprochen fragil und flüchtig. Eine Art Zwischenzustand mithin, was von der zwischen Jazz, Art-Pop und intimem Singer/Songwriter-Stil oszillierenden Musik reflektiert wird. Auch mit ihrem dritten Album erweist sich Bogdanovic als eine der originärsten Stimmen im europäischen Jazz – bei erstaunlicher Zugänglichkeit: "Glimmerence" kann sowohl von abgebrühten Jazz-Avantgarde-Freaks geliebt werden wie von Leuten, die sonst eher gar keinen Jazzgesang hören. Eingespielt hat die Sängerin es mit der Crème der aktuellen Berliner Szene, etwa Saxophonist Wanja Slavin, Pianistin Olga Reznichenko, Gitarrist Peter Meyer, Drummer Philip Dornbusch sowie dem britischen Bassisten Phil Donkin. (2026)






