Rezension
Der laut/leise-, akustisch/elektrisch-Wechsel, den The Sophs im Opener "The Dog Dies In The End" vorführen, ist gewiß keine neue Idee. Aber man hat sie schon lange nicht mehr so effektvoll erlebt, was vor allem an Ethan Ramons charismatischer Stimme liegt: Ein Indie-Posterboy wie einst Pete Doherty, dem man sofort verfällt. Und ja, Ian Curtis und Joy Division fallen einem beim Hören von "Goldstar" sicher auch ein. Das Quartett aus Los Angeles hatte noch nicht ein einziges Konzert gespielt, als sie probehalber ihre Demos an 30 Independent-Labels verschickten. Nur zwei Antworten kamen, eine war eine freundliche Absage (immerhin). Die andere kam von Rough Trade-Chef Geoff Travis höchstpersönlich und enthielt ein Vertragsangebot. Das Desinteresse der anderen 29 kann man sich angesichts dieses Debüts kaum erklären, denn die Kombination aus Charaktersänger, Melodie-Verliebtheit wie im Brit Pop der 90er, Melancholie / Teenage Angst und dieser vibrierenden Rock'n'Roll-Energie, die nur junge Bands so transportieren können, ist unwiderstehlich und trägt "Große Zukunft" in Leuchtbuchstaben vor sich her. Das Album wird auch derzeit mit Rave Reviews überschüttet, wir fügen gerne eines hinzu – es ist verdient! (2026)





