Rezension
So frech und bissig klang Jackson schon lange nicht mehr. Auf ein Konzept scheint er diesmal keine Lust gehabt zu haben, und das tut dem 22. Studioalbum sehr gut. Schwächer war der heute 71jährige immer nur dann, wenn der Kunstwille mit ihm durchging, was hier nicht der Fall ist. Zwar ist die Stilvielfalt hoch, aber am ehesten fühlt man sich hier an das brillante Frühwerk erinnert. Nach dem Motto "Hello cruel world / I'm not going away / So I might as well have my say" teilt Jackson aus, aber er scheint beste Laune dabei zu haben. Vielleicht sein bestes Album seit den mittleren 80ern – mit Sicherheit für die Hörer, die die Ära von "Look Sharp" bis "Big World" für seine beste halten. So locker jedenfalls klang Jacksons Sophisti-Pop schon sehr lange nicht! (2026)






