Rezension
Es geht auf diesem Album viel um Kontinuität: Um das Weitergeben von Traditionen: Familiäre ebenso wie musikalische – und wie man Kraft und Hoffnung daraus schöpfen kann. Entsprechend begegnet man auf Rhiannon Giddens' siebtem Soloalbum sowohl Familienmitgliedern wie ihrer Schwester Lalenja Harrington und ihrem Neffen Justin Harrington, sondern auch Folk-Musikern aus verschiedenen Kulturkreisen, überwiegend freilich keinen Unbekannten. Mit dem italienischen Akkordeonspieler arbeitete Giddens schon zuvor, ebenso mit dem kongolesischen Gitarristen Niwel Tsumbu; auch Fiddler Justin Robinson ist ein alter Bekannter, noch aus Carolina Chocolate Drops-Tagen. Eine besonders schöne Begegnung ist die mit dem indigenen Songwriter Charles Lowry auf dem abschließenden "Going Home", aber bis dahin hat man dieses so sparsam arrangierte wie warm klingende Album sowieso längst ins Herz geschlossen. Es vermittelt so etwas wie Geborgenheit. (2026)






