Rezension
Selten nur hat der introvertierte Pianist mit größeren Besetzungen als dem Trio gearbeitet – dieses "Zwischenspiel" ist (neben seiner kurzzeitigen Mitgliedschaft im Miles Davis Sextet) eine der wenigen Ausnahmen. Für Evans, der sich nach dem Tod seines Bassisten und Seelenverwandten Scott LaFaro erst wieder mühsam ans Musikmachen herantastete (mit den sehr intimen Alben "Moonbeams" und "Undercurrent"), war diese Quintett-Session mit Freddie Hubbard, Jim Hall, Percy Heath und Philly Joe Jones wohl auch eine Art Befreiungsschlag – und man kann Evans hier in der Tat richtig gelöst swingen hören. Hubbards Trompete versteht sich übrigens ausgesprochen gut mit Evans' (auch hier sehr ökonomischem) Klavierspiel! – Die von Kevi Gray und Steve Hoffman gemasterte 45 UPM-Edition erschien ursprünglich 2005. (1962/2005, Pressung aktuell)






