Rezension
Hier bietet sich eigentlich der aus der Rockmusik bekannte Terminus "Supergroup" an: Es sind die vereinten Blechbläser der Berliner und der Wiener Philharmoniker, die sich hinter dem erstmals 2023 in Erscheinung getretenen Ensemble The Philharmonic Brass verbergen. Mit anderen Worten, einige der weltweit besten Musiker an ihren Instrumenten. Riccardo Muti, 84jähriger Pult-Veteran, sagte selbst über die Arbeit mit dem Orchester, es sei eine Offenbarung für ihn gewesen. Was man nach wenigen Takten von Giuseppe Verdis "Nabucco"-Ouvertüre auch nachvollziehen kann. Ebenso ausschließlich für Blech gesetzt erlebt man hier etwa das "Intermezzo" aus "Manon Lescaut" (Puccini), die Rossini-Ouvertüren zu "Die Italienerin in Algier" und "Wilhelm Tell" und Auszüge aus Respighis "Feste" und "Pini" neu. Das Klischee vom "musikalischen Feuerwerk" – hier kommt man kaum umhin, es zu bemühen! Wobei diese "Blaskapelle Deluxe" auch zu ganz zarten, subtilen Klängen fähig ist, wie ein verblüffendes Arrangement des Albinoni-"Adagios" zeigt… Phantastisch aufgenommen ist dieses außergewöhnliche Album übrigens auch! (2026)






