Rezension
"Time isn't the main thing, it's the only thing." Es liegt wohl nahe, dieses bekannte Miles Davis-Zitat voranzustellen, wenn sich ein Schlagzeuger vor der Ikone verbeugt. Gregory Hutchinson geht es bei dieser Hommage um die direkte Kommunikation mit Miles' Werk, wobei der zeitliche Rahmen von den frühen Bop Jahren (mit Charlie Parkers "Ah-Leu-Cha") bis in die elektrische Phase reicht. Die Besetzung stellt sicher, daß hier eine Menge eigene Gedanken zum Thema z finden sind: Die Quasi-"Hauptrolle" ist mit Ambrose Akinmusire an der Trompete natürlich grandios besetzt (allein sein Intro zu "Orbit"!), doch mit Saxophonist Ron Blake, Klavier-Genie Gerald Clayton, den Gitarristen Emmanuel Michael und Jakob Bro (phantastisch etwa im "Nefertiti"-Track "Fall"!) und Joe Sanders am Bass hat Hutcherson insgesamt eine überragende Band zusammengestellt, wie Miles sie kaum besser hätte picken können. Und sie lassen die sieben sorgsam ausgewählten Stücke (neben den genannten: "Fran-Dance", "Feio", "Water Babies" und "Seven Steps To Heaven") pulsieren, leben – und feiern ihre ungebrochene Aktualität! (2026)






