Rezension
Nach dem so engagierten wie ambitionierten Album "Memento Odesa" mit dem Kammerorchester der geschundenen ukrainischen Hafenstadt ging das Septett des Trompeters und Pianisten gemeinsam mit jenem auf Tour und sammelte Geld für verschiedene Hilfsprojekte. Im Dezember '24 ging es dann noch einmal ins Studio, "Ky!" ist das Ergebnis der konzentrierten Sessions – alle Tracks sollen in einem Take entstanden sein, was angesichts der aufwendigen, komplexen Arrangements schon eine starke Leistung ist. Die noch größere allerdings ist es, angesichts des Leids, dem die Musiker bei ihren Konzerten in der Ukraine immer wieder begegneten, keine wütende, aggressive Musik zu machen – sondern zärtliche, Wärme und Hoffnung ausstrahlende. Trost in einer zerrissenen, aus den Fugen geratenen Zeit. (2025/2026)






