Rezension
Man muß die japanische Anime-Serie "Lazarus" (die sich übrigens an ein erwachsenes Publikum richtet, nicht an Kinder) nicht kennen, um von den Soundtracks begeistert zu sein. Plural, weil es deren drei gibt: Je einen von Elektroniker Bonobo (flächige Mood Music), dem britischen Produzenten Floating Points (zwischen Elektronik und Jazz) und einen reinen Jazz-Score von Kamasi Washington, der auch das Titelthema "Vortex" zur Serie beisteuerte, und zumindest dieser läßt sich auch gänzlich unabhängig von jener genießen. Denn Washington zitiert hier mit Freuden die Score-Ästhetik von TV-Serien der 70er mit herrlichem "Streets Of San Francisco"-Grooves, verschmilzt das aber mit seinem eigenen Neo-Deep Jazz-Konzept. Das ist so spannend wie höchst unterhaltsam – und unterm Strich so gut, daß man eigentlich nicht von einem Nebenwerk sprechen mag! – Graues Vinyl. (2025)






