Rezension
Jörg Paul "JP" Weber ist längst eine Kölner Institution – als Interpret und Autor lokalen Liedguts vor allem, der auch die nicht zu unterschätzende Kunst der Büttenrede beherrscht. Aber auch als Jazz- und Rocksänger sowie als Virtuose an diversen Saiteninstrumenten, vorzugsweise der Mandoline, auf Kölsch "Flitsch", was auch Webers Spitzname wurde. Man muß kein Fan der Kölner Mundart sein, um seinem Charme zu erliegen – wie sein Auftritt bei den 2025er Analogtagen auf herrlich sympathische Art beweist. Auf dem Weber natürlich auch "kölsche Leeder" singt, von denen ist er ja nicht zu trennen. Aber auch wunderbare Versionen von etwa "Let The Good Times Roll" oder "Nature Boy". Weber liebt übrigens das Analoge, und Live-Aufnahmen sind ohnedies sein Metier: "Die Energie," so sagt er, "kommt nicht aus Lautsprechern. Sie kommt vom Publikum." Es dauert nie lange, bis er jenes für sich gewonnen hat… (2026)






