Rezension
Die Erfolgsgeschichte des nun 23jährigen Kaliforniers ist sicher eine der erstaunlichsten der letzten Jahre, denn Retro-Pop ist eigentlich eine Nische, das Publikum jedenfalls überwiegend älter. Daß Teenager zu Millionen Songs in ihre Playlists laden, die ihre deutlichen Vorbilder in den mittleren 1950er bis frühen 1960ern haben, ist wenigstens ungewöhnlich. Auf dem zweiten Album weitet Sanchez sein stilistisches und zeitliches Spektrum vorsichtig aus; von (nach wie vor) Platters, Roy Orbison und Dion reicht es nun über Motown und Burt Bacharach bis in die Disco-Ära, letzteres freilich momentan noch eher andeutungsweise. Aber doch so, daß man sich jetzt schon darauf freut, wenn er den Schritt ganz tut. Als absolut begnadeter Sänger hatte er sich ja schon auf dem Debüt präsentiert… (2026)




